Lausitzer Rundschau: Schäfer-Gümbel! |
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| (14.12.2008) (ots) - Schäfer wer? fragten die Kommentatoren, als die
angeschlagene SPD-Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti Anfang November
einen 39-Jährigen aus Gießen zum Spitzenkandidaten ihrer Partei für
die Neuwahlen zum hessischen Landtag ausrief. Es schien nur ein
weiterer Punkt auf der unendlichen Liste politischer Peinlichkeiten
der glücklosen Sozialdemokratin zu sein. Jetzt wollte sie also nicht
einmal selbst die sichere Niederlage einfahren, die sie mit ihrer
missglückten Regierungsbildung so oder so zu verantworten haben
würde. Sondern schickte einen chancenlosen Unbekannten mit ulkigem
Doppelnamen und komischer Brille ins Rennen.
Sollte das tatsächlich Ypsilantis Kalkül gewesen sein, dann ist es
nicht aufgegangen. Im Gegenteil: Den Geist, den sie rief, wird sie so
schnell nicht mehr loswerden. Thorsten Schäfer-Gümbel ist offenkundig
intelligent, schlägt sich in den Medien trotz undankbarer
Ausgangslage wacker und fiel nicht nur bei seinem Premieren-Auftritt
vor der SPD-Bundesspitze dadurch positiv auf, dass er durchaus in der
Lage ist, zwei gerade Sätze am Stück zu reden. Der Mann hat in kurzer
Zeit mehr Profil gewonnen, als sozialdemokratische Landesvorsitzende
anderer Bundesländer in Jahren. "Die Rede eines Ministerpräsidenten",
die der SPD-Bundesvorsitzende Franz Müntefering gehört haben wollte,
war es dennoch wohl noch nicht, die Schäfer-Gümbel am Samstag beim
Parteitag in Alsfeld gehalten hat. Aber neben einer Vorsitzenden, die
ziemlich viel falsch gemacht hat, hat die Hessen-SPD nun einen
Spitzenkandidaten, der ziemlich viel richtig macht. Den
CDU-Ministerpräsidenten Roland Koch wird er 2009 aller Voraussicht
nach zwar trotzdem nicht ablösen können. Andrea Ypsilanti
wahrscheinlich schon. Die hessische SPD, vor Wochen noch völlig am
Boden, hat damit plötzlich wieder eine Perspektive. Schäfer-Gümbel.
Man wird sich den Namen merken müssen. Originaltext: Lausitzer Rundschau Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47069 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_47069.rss2 Pressekontakt: Lausitzer Rundschau Telefon: 0355/481231 Fax: 0355/481247 lr@lr-online.de Für die Nachricht "Lausitzer Rundschau: Schäfer-Gümbel!" übernehmen wir keine Haftung für Richtigkeit oder Volständigkeit. Die inhaltliche Haftung liegt beim presserechtlichen Meldungsgeber: ots / www.lr-online.de 290152 |
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