Westfalenpost: Keine lange Leitung Breitband im HSK bis Ende 2009

(29.12.2008) (ots) - Von Nina Grunsky

Ein teures Tempolimit für den Ausbau der Daten-Autobahn - das versucht offenbar derzeit die Telekom in Berlin durchzusetzen. Bis 2011 will sie Lücken schließen und ländliche Regionen an das Breitband-Internet anschließen. Bislang hat sich diese Investition für das Wirtschaftsunternehmen nicht gerechnet. Künftig gibt es nun einen Standortnachteil weniger für Südwestfalen, wo letzte weiße Flecken auf der Internet-Landkarte getilgt werden. Die Telekom hat der Bundesregierung den Ausbau Medienberichten zufolge jedoch unter der Bedingung zugesagt, dass Konkurrenten höhere Mieten für die Netze an den Bonner Riesen zahlen müssen. Mit der Folge, dass ein schneller Internet-Zugang Unternehmen und Privatleute auf dem Land möglicherweise teurer zu stehen kommt als in Ballungsgebieten. Wie der Ausbau schneller und vielleicht sogar billiger verwirklicht werden kann, das haben nun die Telekom-Rivalen der Bundesregierung erklärt. Und der Hochsauerlandkreis ist unterdessen mit seinem eigenen Funknetz auf die Überholspur gewechselt. Er fährt dort den richtigen Kurs. Die Region braucht schnelle Internet-Verbindungen so rasch wie möglich. Jeder Tag ohne Breitband-Anschluss bedeutet in manchen Branchen verlorene Aufträge und merkliche Umsatzeinbußen. Wer nicht will, dass Unternehmen und Fachkräfte in Ballungsgebiete abwandern, muss beim Ausbau der Daten-Autobahn eine kürzere Leitung haben als andere.

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