Der Tagesspiegel: Liebich will auf Listenplatz für die Linke in den Bundestag |
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| (05.01.2009) (ots) - Zwei Mal hat Stefan Liebich bereits erfolglos für
den Bundestag kandidiert, zuletzt vor vier Jahren als direkter
Herausforderer von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse in
Pankow. Bei der Bundestagswahl am 27. September hat der frühere
Berliner PDS-Vorsitzende, der für die Linke im Abgeordnetenhaus
sitzt, jetzt erstmals realistische Chancen, den Sprung von der
Landes- in die Bundespolitik zu schaffen.
Liebich will sich nämlich nicht nur an diesem Wochenende in Pankow um
eine erneute Direktkandidatur für die Linke bewerben, sondern im März
auch auf die Landesliste für die Bundestagswahl kommen. Das sagte der
37-Jährige am Montag dem Tagesspiegel.
Liebich setzt darauf, Ende März auf den aussichtsreichen Platz 4 der
Linken-Liste gewählt zu werden. Dort kandidierte bei der letzten
Bundestagswahl erfolgreich Hakki Keskin, der laut Liebich aber nicht
wieder antritt. Keskin selbst wollte sich gestern dazu nicht äußern.
Auf den ersten drei Plätzen der Berliner Linken-Liste wird
voraussichtlich erneut das Berliner Bundestagstrio Gregor Gysi, Petra
Pau und Gesine Lötzsch kandidieren.
"Ich will mich bemühen, die guten Erfahrungen in einer linken
Regierung, die ich in den vergangenen sieben Jahren gesammelt habe,
in die Bundespolitik einfließen zu lassen", sagte Liebich. Er wolle
bis zur übernächsten Bundestagswahl dabei mithelfen, mehr
Überschneidungen zwischen SPD, Linken und Grünen im Bund zu
erreichen, um damit langfristig einer rot-roten oder rot-rot-grünen
Bundesregierung den Boden zu bereiten.
Eine weitere Berliner Politikerin, die bisher mehr inner- als
außerhalb der Partei bekannt war, will im Herbst ebenfalls in den
Bundestag einziehen: Die stellvertretende Linken- Bundesvorsitzende
Halina Wawzyniak, die in der Bundestagsfraktion der Partei als
Juristin arbeitet, will in Friedrichshain-Kreuzberg direkt
kandidieren und strebt den nach jetziger Berechnung ebenfalls noch
aussichtsreichen Platz 5 auf der Linken-Landesliste an. Sie will sich
vor allem für Bürgerrechte stark machen - ein Anspruch, den sie ihrem
Kreuzberger Gegenkandidaten von den Grünen, Christian Ströbele,
abspricht. Inhaltliche Rückfragen richten sie bitte an Tagesspiegel Berlin-Resort 030/26009547 Originaltext: Der Tagesspiegel Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/2790 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_2790.rss2 Pressekontakt: Der Tagesspiegel Chef vom Dienst Thomas Wurster Telefon: 030-260 09-308 Fax: 030-260 09-622 cvd@tagesspiegel.de 292836 |
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