Händel

(19.03.2009)

Die Frage „Welchen Händel hätten Sie denn gerne?“ stellte nicht etwa Robert Lemke beim heiteren Beruferaten! Vielmehr stellte sich den Kuratoren des Händelhauses in Halle an der Saale kürzlich die Frage, ob ein Gemälde tatsächlich den berühmten Komponisten abbildete. Die Stiftung erwarb das Bild für einen Preis von 4000 Euro, obwohl man sich nicht hundert Prozent sicher war. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Gemälde aber tatsächlich den verstorbenen Komponisten Georg Friedrich Händel zeigt, ist hoch. Man verglich die herausragenden Eigenschaften seines Gesichtes mit anderen Porträts, die bereits als authentisch eingestuft worden waren. Heutzutage sind über 500 Porträts des Komponisten bekannt, der damit zu den am häufigsten gemalten Künstlern gehört.

Pünktlich zum 250. Todestag Händels und zur Wiedereröffnung des umgestalteten Händel-Hauses wird das Bild in der neuen Dauerausstellung im Händelhaus in Halle zu sehen sein. Das Gebäude ist das Geburtshaus des Musikers und eines der zahlreichen Besichtigungsziele in Halle. Die Abbildung entstand allerdings in jenen Jahren, die der Komponist in London verbrachte. Damals war Händel noch jung, hatte aber schon Erfolge vorzuweisen. Ein schwedischer Sammler war der letzte Besitzer des Bildes gewesen.

Nach der Restauration des Gemäldes fragt man sich nun, wer der Maler des Bildes ist. Möglicherweise ist es Thomas Hudson, der zwei der bekanntesten Händel-Porträts malte. Eine Auswahl der Gemälde mit dem Konterfei des Komponisten zeigt das Händelhaus ab April. Grund genug, endlich einmal diese touristisch oft unterschätzte Stadt aufzusuchen, deren kulturelle Glanzlichter wahrlich keinen Vergleich scheuen müssen! Neben der Burg Giebichenstein und der Moritzburg können auch der Dom, der Botanische Garten oder die Wassertürme begeistern. Die Frage, welches Hend’l Sie gerne zum Mittag hätten, überlassen wir gerne Ihnen!



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Eingestellt von Maik S.
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