Deutscher Naturheilbund zur "Schilddrüsen-Gesundheitswoche" 20.-24. April 2009: Oft übersehen: Die kranke Schilddrüse

(14.04.2009) (ots) - Funktionszustände der Schilddrüse

Die Normalfunktion heißt "Euthyreose", eine Unterfunktion nennt man "Hypothyreose", die Überfunktion heißt "Hyperthyreose".

Auf das richtige "Gemisch" kommt es an

Im Volksmund werden bestimmte Körperorgane gerne mit technischen Gerätschaften verglichen. So wird das Herz gemeinhin als "Pumpe" bezeichnet. Die Schilddrüse könnte man mit dem Vergaser des Autos vergleichen. Bei älteren Autos konnte man das "Gemisch" noch mechanisch einstellen: Ein fettes Gemisch bedeutete hohen Benzinverbrauch bei starker Leistung und meist auch hoher Leerlaufdrehzahl - dies würde einer Schilddrüsenüberfunktion entsprechen. Sie geht typischerweise mit Unruhe, Herzrasen, oft auch Herzrhythmusstörungen und Gewichtsabnahme einher.

Ein zu mager eingestelltes Gemisch - um bei dem technischen Vergleich zu bleiben - entspräche der Schilddrüsenunterfunktion. Antriebslosigkeit, Trägheit, Gewichtszunahme, Frierneigung und Haarausfall beschreiben die Lehrbuchsymptome der Unterfunktion.

Bei Neigung zu Schilddrüsenüberfunktion sollte Stress konsequent gemieden werden. Auch der Einsatz homöopathisch pflanzlicher "Beruhigungsmittel" kann sinnvoll sein, z. B. Zinkum valerianicum D3, Dysto® loges, Kava-Hevert-Entspannungstropfen®, Ypsiloheel® oder Neurapas® balance.

Vorsicht: Eine fortgeschrittene Schilddrüsenüberfunktion ist gefährlich. Dann reichen Naturheilmittel nicht mehr aus. Vor allem Herzrasen und Herzrhythmusstörungen ("absolute Arrhythmie") können die Folge sein. Deswegen ist eine konsequente Therapie durch den Einsatz schulmedizinischer Verfahren notwendig.

Ursache einer Unterfunktion ist häufig der Kropf. Er ist oft schon mit bloßem Auge erkennbar oder mit den Händen tastbar. Häufigste Kropfursache ist der Jodmangel. Dadurch ist die Schilddrüse nicht mehr imstande, ausreichend Schilddrüsenhormon zu produzieren. Sie versucht dann, durch eine Vergrößerung ihrer Zellen diesen Mangel auszugleichen.

Jodidzufuhr bietet sich daher zur Verhinderung und Therapie des Kropfes an. Bei ausgeprägtem Kropf muss oft zusätzlich Schilddrüsenhormon gegeben werden. Ein Kropf, der erheblichen Druck auf umliegende Organe ausübt, muss ggf. operiert werden. Homöopathisch kann man vor allem bei leichteren Kropfzuständen mit Spongia D2/D3 eine Unterstützung erzielen. Die einfache Struma reagiert auch auf Calzium fluoratum D6. Bei knotigen Verdickungen bietet sich Flor de piedra D6 an. Ein sinnvolles Kombinationspräparat heißt Strumeel®T bzw. Strumeel forte NF.

Bei der einfachen Unterfunktion ohne Kropf würde man versuchen, durch vorsichtige Gabe von Schilddrüsenhormon den Mangel auszugleichen. Wichtig ist dabei immer eine einschleichende Dosierung, die stets situationsabhängig sein sollte. Oft wird viel zu schnell und zu hoch dosiert. Regelmäßige Laborkontrollen sind notwendig, wobei der TSH-Zielwert von 0,3-1,2 µU/ml angestrebt werden sollte.

Autor: Dr. med. Rainer Matejka, Matejka-Tagesklinik, Kassel. Vertiefende Informationen stehen bereit unter www.naturheilbund.de, Presseforum.

Originaltext: Deutscher Naturheilbund e.V. Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/72433 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_72433.rss2

Pressekontakt: Deutscher Naturheilbund eV Kreuzbergstraße 45, 74564 Crailsheim Pressereferent: Alois Sauer, Tel. 07152-903810 Mail: info@naturheilgesellschaft.de

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