Kröte

(20.04.2009)

Ja, das Leben ist wahrlich schwer! Und manchmal wird es noch viel schwerer, wenn man etwas Gutes tun wird. Dabei wird ja in allen Religionen und auch von unserem amtierenden Bundespräsidenten immer wieder dazu aufgerufen, dass wir uns mehr um Mitmenschlichkeit und Umweltschutz bemühen sollen.

Da dachte sich wohl eine 46-jährige Busfahrerin aus Regensburg, sie könnte mit gutem Beispiel voran gehen! Nach einem Bericht der Mittelbayerischen Zeitung verlor sie wegen ihrer guten Tat allerdings den Job – zumindest vorläufig. Die tierliebe Busfahrerin hatte eine rechtwidrig über die Straße hopsende Kröte retten wollen. Sie bremste, schaltete die Warnblinkanlage ein und trug die Kröte ans sichere Ufer der Straßenschlucht. Das beobachtete ein Fahrgast, der wegen der bereits bestehenden Verspätung übelnehmerisch war und die Krötenretterin anzeigte. Ihr Arbeitgeber befand, sie habe trotz erheblicher Verspätung „ihren Arbeitsplatz verlassen“ – und zwar aus nichtigem Grund! Da sieht man es mal wieder! Arbeitgeber haben keinerlei Verständnis für Mitmenschlichkeit und Umweltschutz und Fahrgäste auch nicht. Die Kröten und Mäuse in der Kasse sind heute wichtiger als alles andere!

Der Chef der Krötenretterin meinte jedenfalls, wenn die Frau bereits Verspätung gehabt habe und trotzdem eine Kröte retten müsse, habe sie vielleicht den falschen Beruf. Das denken wir auch! Im Umweltschutz und im Tierschutz werden so engagierte Damen mit Kusshand genommen. Die Regensburger Busbetriebe könnten sich mal ein Beispiel an Kiel nehmen. Da warten die Busfahrer nämlich ohne Gemurre, wenn ein Schwanen- oder Gänsepaar die Straße überquert! Natur geht vor!



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Eingestellt von Maik S.
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