Schulden - Finanzkrise - Insolvenz |
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| (18.06.2009) Auf der einen Seite Armut, Schulden & Obdachlosigkeit, auf der anderen Seite Lug, Trug und Business! Manager getrieben von Gier, Skrupellosigkeit und Egoismus. Wo bleibt die Gerechtigkeit? In der heutigen Zeit der Globalisierung gibt es kein Platz mehr für Gerechtigkeit. Bisher war die Krise für die Menschen nicht greifbar, jetzt und hier wird sie immer realer. Die Arbeitslosigkeit steigt, die sozialen Folgen sind spürbarer denn je. Man hätte wissen müssen, dass gieriger Manager, das Fass zum Überlaufen und damit die faulen Kredite zur Explosion bringen würden. Aber die Bundesregierung hat lieber jahrelang dem Manager freie Hand gelassen und meint nun, mit einer 500 Milliarden-Garantie den Wirbelsturm zu stoppen, anstatt an die Ursache zusägen. Warum auch, solange der brave Steuerzahler wieder einmal den Karren aus dem Dreck zieht, wie er es schon etliche Male davor tat. Sind wir alle nur noch Melkkühe? Schlaflos wegen Schulden: wegen 45 ¤ auf der Straße, wo andere mit Milliarden Gelder rumzocken, da wird die Ungerechtigkeit immer transparenter. Millionen schwere „Boni“ werden von Manager einkassiert, ohne für die Allgemeinheit eine erkennbare Gegenleistung zu bieten. Denken wir auch einmal an die KFW, die 320 Mio. EURO zu verantworten hat. Der Bankangestellte wurde in den vorzeitigen, - gut - bezahlten Ruhestand versetzt. Oder der Vorstand der Reale Estate, er soll eine monatliche Pension von 46.000 EUR bekommen. Die aktuelle Bankenkrise ist zur Vertrauenskrise geworden. Doch ohne Vertrauen funktioniert Ökonomie nicht. In allen Unternehmensbereichen sind Firmen auf Darlehen von Kreditinstituten angewiesen. Auch die Ausgabe von Unternehmensanleihen um Investitionen zu finanzieren - und teilweise auch, um laufende Ausgaben zu decken, sind hoch im Kurs. Sobald die Kreditmärkte völlig vereisen, trifft es die schwächsten Unternehmen zuerst. Die Finanzkrise hat die Realwirtschaft erreicht: Massive Einbrüche in der Automobilindustrie. Droht nun ein erheblicher Schaden für die gesamte Weltwirtschaft? Die Banken und Geldverleiher werden vorsichtiger und vergeben weniger Darlehen. Sie müssen ihrerseits höhere Zinsen für die Spareinlagen bezahlen. Dies führt zu steigenden Darlehenszinsen. Kommt der Schuldner mit seinen Raten in Verzug, kommen Kosten für beanspruchte Kontoüberziehungen und Mahnungen hinzu. Fakt ist: die privaten Kreditnehmer bezahlen für die Krise. Viele Menschen unterschätzen die Gefahr von Darlehen in der Krise. Viele denken, in der Krise werden sich die Schulden wie eine - Seifenblase - auflösen. Diese Idee ist aber so nicht richtig und kann daher tragische Folgen mit sich ziehen. Obwohl die Richtung bei den Zinsen eher nach unten weist, müssen Verbraucher, die sich verschulden wollen, tiefer in die Tasche greifen. Das fängt an mit dem klassischen Überziehungskredit (DISPO) beim Girokonto, geht weiter beim Konsumentenkredit bis hin zur Baufinanzierung. Beim Häuslebauer, der nun Geld benötigt, wirkt sich die Krise besonders schmerzlich aus, verschlechtert sich die Situation zunehmend. Sicherlich der Nennwert der Schulden bleibt zunächst einmal gleich, aber die laufenden Kosten, insbesondere die Lebenshaltungskosten steigen immens schnell an und reißen einen immer größeren Teil des - noch - verfügbaren Einkommens auf. Gleichzeitig kommen mehr und mehr Arbeitgeber in Schwierigkeiten und bauen Personal ab bzw. kürzen freiwillige Leistungen (bspw. Weihnachts- und Urlaubsgeld), sodass erneut Mittel für die Darlehenstilgung fehlen. In dieser Situation droht auch Gefahr von den Gläubigern selbst, wenn diese die Verbindlichkeiten an Investoren verkaufen, die bei der Eintreibung der Schulden nicht zimperlich und nachsichtig sind wie es bisher. In vielen Fällen wird die Bank Stellen abbauen, intern umstrukturieren oder fusionieren, sodass man es schnell mit einem anderen Ansprechpartner zu tun haben kann. Dann ist das bisherige Vertrauensverhältnis wertlos! Experten raten aber, dass sich die Verbraucher für die Kreditverhandlungen zusätzlich „aufhübschen“ sollten, um als besonders bonitätsstark zu gelten. Die meisten Banken greifen bei der Beurteilung der Kreditwürdigkeit auf sogenannte Scoring-Verfahren zurück. Auskunfteien – wie etwa die Schufa – erstellen anhand persönlicher Kriterien wie Konsumverhalten, Wohnort oder Jobsituation ein Bonitätszeugnis. Vor einer Kreditanfrage sollte man also erst einmal seine persönlichen Scoring-Werte bei den Agenturen abfragen und gegebenenfalls Falscheinträge löschen lassen, um den Wert zu erhöhen.
Initiative Insolvenz Vitovec
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