Südwest Presse: Kommentar zum Wahlrecht

(29.06.2009) (ots) - Die SPD will den Konflikt um die notwendige Reform des Wahlrechts nun also doch nicht auf die Spitze treiben, um des lieben Koalitionsfriedens willen. Doch welche Sanktionsmöglichkeiten hätte die Union denn gehabt, wenn sich die Genossen entschlossen hätten, am Freitag im Bundestag dem Gesetzentwurf der Grünen zuzustimmen? Glaubt jemand ernsthaft, die Kanzlerin würde deshalb die SPD-Minister entlassen und die letzten drei Monate bis zur Wahl ohne parlamentarische Mehrheit regieren, noch dazu in dieser Krise? Eine gute Figur haben beide Parteien im Streit um die Überhangmandate nicht gemacht. Vor einem Jahr hat das Bundesverfassungsgericht den Auftrag zur Änderung des Wahlrechts erteilt. Hätten sich Union und SPD, zusammen mit der Opposition, gleich an die Arbeit gemacht, wäre es möglich gewesen, eine Regelung, die in Karlsruhe bestehen kann, bis zum Ende dieser Wahlperiode zu beschließen. Offenkundig aber waren sich die Parteistrategen nicht ganz einig, wem das geltende Recht ein letztes Mal mehr nutzen könnte. Daher wurde wie so oft auf Zeit gespielt. Sicher war es allzu großzügig von den Verfassungsrichtern, dem Bundestag eine Frist bis 2011 zu gewähren. Das dient allen, die jetzt eine Entscheidung in letzter Minute blockieren, als bequemer Vorwand, besonders der Union, die wohl auf die meisten Überhangmandate am 27. September hoffen darf. Die SPD hat den Mund gespitzt und nicht gepfiffen. Ihr ging es eher um öffentliche Aufregung, nicht aber um die Sache selbst. Das Ansehen der parlamentarischen Demokratie pflegt die Koalition auf diese Weise sicher nicht.

Originaltext: Südwest Presse Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59110 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59110.rss2

Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218

322842
Mittwoch, 14. April 2010, 20.15 Uhr / Aktenzeichen XY...ungelöst ... weiter
Vorschlag für Klimaschutzgesetz NRW findet Unterstützung / Nichtregierungsorganisationen erwarten von der CDU/FDP-Regierung konkrete Schritte zur Umsetzung eines Landesklimaschutzgesetzes ... weiter
Presseclub im Ersten mit Volker Herres ... weiter
"Alarm für Cobra 11"-Star Erdogan Atalay wieder Single ... weiter
Das Erste / "Bericht aus Berlin" am Sonntag, 21. März 2010, um 18.30 Uhr im Ersten ... weiter
I'm Here, der neue Film von Spike Jonze, ist ab heute auf imheremovie.com zu sehen ... weiter


Seite 1 von 29252
Top Thema am 19.03.2010
Kitkat: Süßes mit bitterem Beigeschmack / Greenpeace enthüllt, wie Nestlé zum Aussterben der Orang-Utans beiträgt (ots) - Die Produktion von Schokoriegeln wie Kitkat von Nestlé trägt zur Zerstörung des indonesischen Urwalds bei und vernichtet damit die Lebensgrundlage der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans. Das ist das Ergebnis eines heute veröffentlichten Greenpeace-Berichtes. Nestlé-Mitarbeiterinnen und ... weiter
Karriere - Stellenmarkt
Stellenmarkt 10.000 Freie Jobs
Trotz Krise Stellen bundesweit! Lebenslauf einstellen und Firmen direkt kontakten. Machen Sie jagd auf Ihren Traumjob!
Quickfinder - Marktplatz & Service
Hotelsuche
Anzeigen
Login:Passwort:
Empfehlungen:
| Impressum | Datenschutz| AGB |


schliessen