Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Online-Sucht

(03.07.2009) (ots) - Computer und Internet sind neue Medien; ihr Suchtpotenzial wird erst jetzt offensichtlich. Zudem ist es schwierig, die Grenze zwischen krankhafter Sucht und intensiver Nutzung zu ziehen. Die Weltgesundheitsorganisation hat Kriterien für Sucht festgelegt: Jetzt gilt es auf dieser Basis eine für Forscher, Therapeuten und Mitarbeiter in der Jugendarbeit handhabbare Beschreibung zu entwickeln. Der nächste, wichtige Schritt ist die Anerkennung als Krankheit. Therapien müssen entwickelt und Einrichtungen für eine neue Art von Suchtpatienten geschaffen werden. Diese Maßnahmen kosten Zeit, doch einiges sollte man sofort tun: Eltern müssen über die Gefahr informiert werden. Sie sollten die Aktivitäten ihrer Kinder im Netz aufmerksam beobachten. Neben Wissen benötigen sie Ansprechpartner in Jugendämtern oder Suchtberatungsstellen, die ihnen schnell und unbürokratisch zur Seite springen. Die USK, die Alterseinstufungen für Spiele vergibt, muss das Suchtpotenzial eines Spiels in die Bewertung mit einbeziehen. Dann wird ein Titel wie »World of Warcraft« sicher nicht mehr für Zwölfjährige freigegeben werden.

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Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261

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