Neue OZ: Kommentar zu Datenschutz

(03.07.2009) (ots) - Reförmchen

Eine wuchtige Reform des Datenschutzes versprachen Koalitionspolitiker nach den Affären bei Telekom, Bahn und anderswo. Herausgekommen ist ein Reförmchen. Dem Proteststurm aus der Wirtschaft hat insbesondere die Union im Wahljahr nicht standgehalten. Den anfänglichen Anspruch, dass der Verbraucher wieder Herr seiner persönlichen Daten wird, setzt das weichgespülte Gesetz der Koalition nicht um.

Angaben über Name, Beruf, Adresse, Geburtsjahr oder Titel dürfen zu Werbezwecken nach wie vor ohne Einverständnis der Kunden gehandelt werden. Auch beim Datenschutz für Arbeitnehmer gibt es nur eine kleine Lösung. Union und SPD begnügen sich damit, ein paar anerkannte Grundsätze für Arbeitsverhältnisse in Gesetzesform zu gießen.

Der Verbraucher muss sich damit trösten, dass die Reform immerhin den einen oder anderen Fortschritt bringt. So bedeutet es etwas mehr Transparenz, wenn Empfänger von Werbeschreiben künftig erfahren, woher ihre Daten stammen. Richtig ist auch, dass die Aufsichtsrechte der Datenschützer deutlich gestärkt werden und Unternehmen über Datenschutzpannen sofort informieren müssen. Greifen kann all das freilich nur, wenn die Behörden in der Lage sind, regelmäßige Kontrollen durchzuführen. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Der große Wurf im Datenschutz soll nun nach der Wahl kommen. Wer mag es nach dem Gezerre der letzten Monate noch glauben?

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58964 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_58964.rss2

Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207

323934
Rheinische Post: NRW-Fraktionen wollen mehr Geld für Mitarbeiter ... weiter
Neue OZ: Kommentar zu Literatur / Buchmesse ... weiter
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) über die Leipziger Buchmesse ... weiter
Neue OZ: Kommentar zu Nordrhein-Westfalen / Wahl / CDU ... weiter
Neue OZ: Kommentar zu Parteien / Linke / Programm ... weiter
Neue OZ: Kommentar zu Affären / Missbrauch / Kirchen / Papst ... weiter


Seite 2 von 29277
Top Thema am 22.03.2010
Rheinische Post: SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles mahnt ihre Partei: Grüne sind nicht unser natürlicher Koalitionspartner (ots) - SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat ihre Partei gemahnt, ihr Verhältnis zu den Grünen neu zu justieren. "Ich glaube, dass die SPD den Fehler gemacht hat, zu lange zu denken, die Grünen seien - ohne dass wir dafür viel tun ... weiter
Karriere - Stellenmarkt
Stellenmarkt 10.000 Freie Jobs
Trotz Krise Stellen bundesweit! Lebenslauf einstellen und Firmen direkt kontakten. Machen Sie jagd auf Ihren Traumjob!
Quickfinder - Marktplatz & Service
Hotelsuche
Anzeigen
Login:Passwort:
Empfehlungen:
| Impressum | Datenschutz| AGB |


schliessen