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(24.01.2010) (ots) - Bremen. "Rossmann hat eine weiße Weste", sagte Dirk
Roßmann, Inhaber der gleichnamigen Drogeriekette, im Gespräch mit dem
Weser-Kurier (Montagausgabe). Das Unternehmen gehört zu den
Handelsketten, die am 14. Januar wegen des Verdachts auf unzulässige
Preisabsprachen vom Kartellamt durchsucht worden sind. Der Wettbewerb
in Deutschland funktioniere, so Roßmann. "Wir feilschen mit der
Industrie um jeden Cent und die Händler kämpfen auch untereinander um
die niedrigsten Preise. Eigentlich müsste uns das Kartellamt jeden
Tag dazu gratulieren, wie gut der Wettbewerb in Deutschland
funktioniert." Die Industrie versuche zwar, die Händler zu Absprachen
über Preiserhöhungen zu bewegen, Rossmann beteilige sich an solchen
Absprachen aber nicht. "Wir sprechen keine Preise ab, und ich werde
keinen Cent Strafe zahlen", so Roßmann. Wenn nötig, werde er sich
wehren und vor Gericht gehen.
Kritik übte Roßman am Preisdruck des Einzelhandels auf die
Milchbauern. Es sei unethisch, wenn ein Erzeuger 25 Cent für einen
Liter Milch bekomme, aber 35 Cent brauche, um selbst zu leben. "Wenn
das Kartellamt sagt, es ist nicht in Ordnung, einen Liter Milch unter
dem Einkaufspreis zu verkaufen, bin ich hundertprozentig auf Seiten
des Kartellamts."
Originaltext: Weser-Kurier
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