Das "Tier des Jahres räumt auf" / Frühjahrsputz im Dachsbau

(15.03.2010) (ots) - Das "Tier des Jahres" räumt auf: Altes Heu, Moos, Farn und trockenes Laub fliegen jetzt im hohen Bogen aus dem Bau. Der Winterschlaf ist beendet und der Dachs macht seinen Frühjahrs-Bauputz! "Er schiebt das alte Polstermaterial zusammen und schleudert es rückwärts aus dem Bau", erläutert Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. "Erdhaufen vor dem Dachsbau sind ein deutliches Zeichen für die saisonalen Aufräumarbeiten."

Dachsbaue sind kunstvolle Erdarbeiten im Untertagebau. Die Tiere planen über mehrere Etagen, graben ein Röhrensystem unter der Erde und legen gepolsterte Wohnkessel an. "Es gibt separate Ein- und Ausgänge und sogar ein außen liegendes Plumps-Klo, den trichterförmigen Dachsabort", sagt die Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. "Dort setzen sie ihre Losung ab." Es kommt häufig vor, dass Dachse ihren Bau mit Fuchs oder Kaninchen teilen. Diese Tiere bewohnen allerdings getrennte Bereiche. "Ärger unter Nachbarn ist äußerst selten - im Bau herrscht Burgfrieden", sagt Goris. Ein Dachs gibt einen einmal bezogen Bau nur sehr selten auf.

Zurzeit hat Familie Dachs Nachwuchs. "Drei bis fünf Jungdachse wurden bereits im Februar/März geboren", sagt Eva Goris. "Sie waren bei der Geburt blind und hatten nur dünnes, weißes Haar." Zwei Monate muss der Nachwuchs im Bau gesäugt werden, bevor man Jungdachse draußen auf dem Bau spielen sehen kann." Obwohl Dachse nicht selten sind, begegnen Spaziergänger dem leicht griesgrämig wirkenden Tier nur gelegentlich. "Denn die Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv", erklärt die Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. Jetzt im Frühjahr muss der Allesfresser - er futtert Mäuse und Maulwürfe, Würmer, Larven und Insekten, aber auch Vogeleier, Obst und Getreide - wieder ordentlich zulegen. Vor der Winterruhe hat er noch 15 bis 18 Kilogramm auf die Waage gebracht. "Im Winter hat der Dachs dann quasi im Schlaf abgenommen", sagt Eva Goris. Im Frühjahr wiegen Dachse bis zu vier Kilogramm weniger als vor der Winterruhe im Herbst.

Originaltext: Deutsche Wildtier Stiftung Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/37587 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_37587.rss2

Pressekontakt: Eva Goris, Pressesprecherin, Billbrookdeich 216, 22113 Hamburg, Telefon 040 73339-1874, Fax 040 7330278, E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de, www.DeutscheWildtierStiftung.de

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