Unionspläne zur Gesundheitspolitik: weniger Mottenkiste, mehr Markt! |
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| (21.03.2010) (ots) - In der Presse wird über den aktuellen
Diskussionsstand in der Union zu Einsparungen im Arzneimittelbereich
berichtet. Mit Vorschlägen wie Erhöhungen der Herstellerabschläge und
einem mehrjährigen Preismoratorium greift die Union tief in die
Mottenkiste der Gesundheitspolitik. Solche dirigistischen Maßnahmen
gehören seit Jahren zum Inventar der verfehlten Gesundheitspolitik.
"Alleine seit 2002 haben die pharmazeutischen Unternehmen über 7
Milliarden Euro Zwangsabschläge gezahlt. Wieder wird der falsche
Eindruck erweckt, man müsse nur die pharmazeutische Industrie mit
neuen Repressalien überziehen und könne damit das Gesundheitssystem
sanieren. Dabei haben solche Schnellschüsse schon in den vergangenen
20 Jahren ihre Untauglichkeit nachgewiesen" erklärt Henning
Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des BPI. "Wir brauchen ein
selbstregulierendes System, das eine Balance zwischen Ausgaben und
Innovationen auf Grundlage von Marktmechanismen herstellt.
Stattdessen denkt die Union über neue Regulierungsinstrumente nach -
Entbürokratisierung sieht anders aus", so Fahrenkamp. Bei den Plänen für patentgeschützte Arzneimittel, die neu auf den Markt kommen, ein Schnellverfahren für die Nutzenbewertung einzuführen, bleiben viele Fragen offen. Eine Schnellbewertung kann bei der Zulassung immer nur vorläufig sein, da Zulassungsstudien nicht den langfristigen Nutzen im Alltag von Menschen mit mehreren Krankheiten untersuchen. Zudem stellt sich die Frage, wie ein Institut, das in den vergangenen 5 Jahren keine akzeptierte Methodik für eine Kosten-Nutzen-Bewertung nach internationalen Standards erarbeiten konnte, nun in der Lage sein soll, schnell solche Bewertungen durchzuführen. Hier bedarf es noch viel Nachbesserung. "Wir verschließen uns weder der Nutzen-, noch einer international anerkannten Kosten-Nutzen-Bewertung und erst recht nicht Verhandlungslösungen. Warum setzt man nicht auf den Markt? Verhandlungen zwischen Anbieter und Nachfragern in einem geordneten Wettbewerbsrahmen sind das Fundament unserer Wirtschaftsordnung und haben noch immer zu besseren, vielfältigeren und innovativeren Lösungen geführt als zentrale Regulierung, die in fast jedem Jahr seit 1989 ein neues Gesetz und Instrumente zur Kostendämpfung erzeugt hat. Das einzige, was diese Politik erreicht hat, ist ein inzwischen völlig unüberschaubares Sammelsurium von Kostendämpfungsinstrumenten und eine enorme Bürokratie. Die Kostenentwicklung hat sich jedenfalls nicht verändert. Wir benötigen endlich langfristig tragfähige, transparente und verbindliche Spielregeln. Was wir als erstes brauchen, ist eine gesellschaftlich akzeptierte, tragfähige und politisch verantwortete Definition, was den Nutzen eines Arzneimittels ausmacht", so Fahrenkamp. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 73.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Originaltext: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/21085 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_21085.rss2 Pressekontakt: Ansprechpartner: Joachim Odenbach, Tel. 030/27909-131, jodenbach@bpi.de Für die Nachricht "Unionspläne zur Gesundheitspolitik: weniger Mottenkiste, mehr Markt!" übernehmen wir keine Haftung für Richtigkeit oder Volständigkeit. Die inhaltliche Haftung liegt beim presserechtlichen Meldungsgeber: ots / www.bpi.de 371124 |
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