Wechseljahre: Wenn Hormone, dann früh und natürliche Substanzen |
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| (27.03.2006) (ots) - Das richtige "timing" bei der Hormontherapie ist
wahrscheinlich sehr viel wichtiger als gedacht: Zu spät begonnen,
überwiegen die Nachteile auf das dann bereits "vorbelastete"
Herz-Kreislauf-System. Die frühzeitige Hormongabe zur Linderung von
Wechseljahresbeschwerden dagegen erhöht das Risiko für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen offensichtlich nicht, sondern senkt eher
die Zahl dieser Ereignisse. Das legen die jüngsten Auswertungen der
großen US-Studien Nurses Health Study (NHS) und der Women's Health
Initiative (WHI) nahe. Zur Rolle des "timings" sind jetzt auch
Studien angelaufen, bei denen die Substanzen mit dem besten
Nutzen-Risiko-Profil, die natürlichen Hormone, eingesetzt werden. Für
Frauen nach den Wechseljahren ist das Risiko,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln, ungleich höher als das
Brustkrebsrisiko. Das haben Experten sowohl bei einem Marburger
Symposium zur Hormontherapie als auch beim Endokrinologenkongress in
Essen betont. Im Fall einer koronaren Herzerkrankung (KHK) haben
Frauen bis zu einem Alter von 75 Jahren eindeutig schlechtere Chancen
als Männer, einen Herzinfarkt zu überleben: Sie erhalten nicht nur
weniger, sondern auch eine weniger effektive Therapie. Deshalb
schlugen die vermehrten Herz-Kreislauf-Ereignisse in der WHI-Studie
(Women's Health Initiative) sofort hohe Wellen. Heute meint man, den
Grund hierfür zu kennen - die Hormone wurden zu spät verabreicht. Die
Studienteilnehmerinnen waren durchschnittlich 63 Jahre alt, ein
Lebensalter, in dem die Gefäße bereits "Rost" in Form von
Arteriosklerose angesetzt haben. In dieser Situation kann eine
vorbeugende Behandlung mit einem "Rostschutzmittel" bekanntlich nicht
mehr helfen. Richtiges "Timing" entscheidend? Auch die Estrogene als "Rostschutzmittel" können nach den gängigen Vorstellungen ihre positiven Wirkungen nur an gesunden Gefäßen entfalten. Wenn bereits Gefäßschäden vorliegen, dürften sie sogar mehr schaden als nützen. Dass diese Annahme wahrscheinlich richtig ist, legen die jüngsten Auswertungen der Studien nahe, bei denen der Beginn der Hormontherapie berücksichtigt wurde: In beiden großen Studien zeichnet sich dann ein vermindertes Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse bei denjenigen Frauen ab, die frühzeitig - also in den Wechseljahren - mit Hormonen behandelt wurden. Natürliche Substanzen mit Vorteilen Beim erhöhten Risiko dürfte auch die Art der eingesetzten Hormone und die Form der Anwendung eine Rolle spielen: Werden natürliche Östrogene über die Haut zugeführt (etwa mit Gynokadin® Dosiergel), ist der Einfluss auf Fettstoffwechsel- und Blutgerinnung minimiert. Anders als bei Tabletten steigt das Thromboembolierisiko dabei nicht an. In der Kombination mit Progesteron wiederum steigt auch bei langfristiger Anwendung das Risiko für Brustkrebs nicht an. Zu diesem Ergebnis kommt eine groß angelegte Beobachtungsstudie mit fast 70.000 Frauen, die über mehr als fünf Jahre Hormone einnahmen: In der so genannten E3N-Studie wurde für die Gruppe mit reiner Estrogengabe ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko bestätigt. In Kombination mit synthetischen Gestagenen lag dieses Risiko am höchsten. In Verbindung mit Progesteron dagegen war keine Erhöhung nachzuweisen. Es überrascht deshalb nicht, dass jetzt in den USA zwei Studien angelaufen sind, in denen erstmals die natürlichen Hormone eingesetzt werden und zusätzlich das richtige "timing" der Therapie hinsichtlich Herz-Kreislauf-Endpunkten überprüft wird: In der KEEPS (Kronos Early Estrogen Prevention Study) werden Östrogene tierischen Ursprungs mit transdermalem Estradiol verglichen; kombiniert wird bei Frauen mit Gebärmutter mit mikronisiertem Progesteron (Utrogest®). In der ELITE-Studie (Early versus Late Intervention Trial with Estradiol) wird der Effekt des frühen mit dem späten Start verglichen. Eingesetzt werden Östradiol und Progesteron. Originaltext: Dr. Kade/Besins Pharma GmbH Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=36090 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_36090.rss2 Pressekontakt: Schuster Public Relations & Media Consulting Schleißheimer Str. 12 85221 Dachau Tel. 08131 / 66 996 80 Fax 08131 / 66 996 88 E-Mail: info@schuster-pr.de 5244 |
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