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WAZ: Niebel wirft Merkel Wahltaktik zu Lasten der Bürger vor



(ots) - FDP-Generalsekretär Dirk Niebel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, aus Wahltaktik notwendige Schritte in der Wirtschafts- und Finanzkrise zu unterlassen. "Die Kanzlerin braucht Steuersenkungen im Wahlkampf, aber Deutschland braucht Entlastungen jetzt sofort", sagte Niebel der Westdeutschen weiter


Verzerrtes Bild der Arzneimittelausgaben / Pauschale Verurteilung der Pharmaindustrie falsch

(31.03.2006) (ots) - Die aktuellen Januar-Zahlen der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) über die Arzneimittelausgaben der Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) belegen einmal mehr: die Arzneimittelausgaben im Januar 2006 blieben stabil im Vergleich zu den monatlichen Durchschnittsausgaben des Jahres 2005. Dass die Kosten auch in den letzten Jahren nur im Rahmen des Inflationsausgleichs gestiegen sind, zeigt ein Vergleich der GKV-Ausgaben für Arzneimittel in den Jahren 2002 bis 2005. In diesem Zeitraum sind die Ausgaben lediglich um sechs Prozent angestiegen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von etwa zwei Prozent. "Wer hier von einer Kostenexplosion spricht, verschließt die Augen vor der Realität und betreibt ein falsches Spiel", sagt Kevin Ali, Managing Director MSD SHARP & DOHME GMBH.

Gerade in Deutschland sind pauschale Vorverurteilungen der Pharmaindustrie an der Tagesordnung. Dies wird besonders eklatant bei einer detaillierten Betrachtung der GKV-Ausgaben. "Diese müssen grundsätzlich längerfristig betrachtet werden, da kurzfristige Aktionen des Gesetzgebers immer Schwankungen in den Arzneimittelausgaben bewirken, wie höhere Zuzahlungen für Arzneimittel oder Zwangsrabatt für forschende Arzneimittelhersteller", betont Ali. Im Detail bedeutet das, dass längerfristig in Deutschland nur ein geringer Anstieg der Arzneimittelausgaben festzustellen ist, allerdings nicht aufgrund von Preissteigerungen der Hersteller oder Mehrverordnungen. Die Ärzte haben in Summe weniger verordnet. Struktureffekte zu neueren Arzneimitteln, die wirksamer oder verträglicher sind, haben im Wesentlichen die höheren Kosten verursacht. Die Preise dagegen liegen nicht höher als vor 20 Jahren.

Insgesamt haben die Arzneimittel nur einen Anteil von 17 Prozent an den GKV-Ausgaben. Sie sind damit eher von untergeordneter Bedeutung für den Beitragssatz.

Geringfügige Änderungen bei den großen Kostenverursachern, wie etwa Krankenhäusern mit ca. 35% der GKV-Ausgaben, haben wesentlich höhere Auswirkungen auf den Beitragssatz. Die besonders stark im Fokus der Politik stehenden patentgeschützten Arzneimittel machen nur etwa ein Drittel der Arzneimittelausgaben und damit ungefähr 6% der GKV-Gesamtausgaben aus. Klar ist, dass die patentgeschützten Arzneimittel weder die Ursache noch die Lösung für die Finanzprobleme der GKV sind. "Einschnitte bei Arzneimitteln haben keine großen Auswirkungen auf das Gesamtsystem. Vielmehr sollte die Regierung das Gesundheitssystem im Ganzen reformieren, statt einseitig das kleinste Kuchenstück pauschal zu belasten. Mit neuen Arzneimitteln können in anderen Bereichen des Gesundheitswesens Kosten eingespart werden, etwa durch weniger oder kürzere Krankenhausaufenthalte, ohne dass dafür aus dem stationären Sektor Geld in den ambulanten Sektor wechselt", fordert Kevin Ali.

Deutschland international abgeschlagen

Im internationalen Vergleich wird die Situation noch deutlicher: Die jährliche Wachstumsrate bei Arzneimittelausgaben liegt in Deutschland weit unter OECD Durchschnitt. Von 1998 bis 2003 betrug der Anstieg der Arzneimittelausgaben bei nur 3,5 Prozent. Länder wie Irland, Finnland, Frankreich oder Österreich verzeichneten in diesem Zeitraum ein weit höheres Wachstum. Auch der Anteil der Arzneimittelausgaben an den Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen lag in Deutschland unter dem OECD Durchschnitt von knapp 18 Prozent (2003). Vergleichbare Länder wie Italien, Spanien, Frankreich oder Kanada rangierten hier deutlich vor Deutschland. "Das zeigt einmal mehr, dass in Deutschland mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Die Gesundheitspolitik sollte ihre Hausaufgaben machen. Denn die Therapie von Krankheiten darf sich nicht primär am Geld orientieren, sondern am medizinischen Bedarf und an der erforderlichen Versorgungsqualität", sagt Kevin Ali.

MSD SHARP & DOHME GMBH

Die deutsche MSD Gruppe gehört zu Merck & Co., Inc., einem international führenden Pharmaunternehmen mit Sitz in den USA. Weltweit ist MSD in über 200 Ländern vertreten. Als forschungsorientiertes und global agierendes Unternehmen sind Innovationen und Kundenorientierung das Erfolgsrezept. Allein in Deutschland (Firmensitz in Haar bei München) arbeiten über 1.400 Mitarbeiter in der klinischen Forschung und im Vertrieb eines breiten Sortiments innovativer verschreibungspflichtiger Arzneimittel.

Für Ärzte, Apotheker, Patienten und andere interessierte Kunden bietet MSD SHARP & DOHME GMBH eine kostenfreie Hotline zur Information an: Tel: 0800 - 673 673 673; Fax: 0800-673 673 329; E-Mail: infocenter@msd.de; Internet: www.msd.de, www.univadis.de

Originaltext: MSD Sharp & Dohme GmbH Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=6603 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_6603.rss2

Für weitere Presseinformationen wenden Sie sich bitte an: Michael Winnebeck MSD SHARP & DOHME GMBH Lindenplatz 1 85540 Haar Tel: 089/4561-1130 Fax: 089/4561-1329 e-mail: michael_winnebeck@msd.de

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