Home   Impressum   AGB   Datenschutz
   

Informationen rund um Deutschland

WAZ: Poß unterstützt Forderung nach niedrigerem Eingangssteuersatz



(ots) - Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) erhält für seine Forderung nach einem niedrigeren Eingangssteuersatz Rückendeckung aus der eigenen Partei. "Eine solche Steuersenkung verspricht am ehesten positive Auswirkungen auf den Konsum. Denn es profitieren insbesondere Menschen, die dieses Geld nicht weiter


Verbraucherinformationsgesetz: Bundestag schützt Panscher und Betrüger

(29.06.2006) (ots) - Das Verbraucherinformationsgesetz (VIG), das heute vom Bundestag verabschiedet werden soll, stärkt nach Einschätzung von foodwatch die Rechte der Verbraucher nicht und zieht keine Lehre aus den Gammelfleischskandalen. "Das Gesetz ist Augenwischerei und ein Skandal. Statt den Bürgern ihr Recht auf Information zu geben, schützt es Panscher und Betrüger", sagte Thilo Bode, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation. Nach wie vor dürften Verbraucher nicht erfahren, welche Unternehmen Ekelfleisch auf den Markt gebracht oder bei Lebensmittelkontrollen schlecht abgeschnitten hätten. Zahlreiche Ausnahmeregelungen, unzumutbar lange Fristen und hohe Gebühren würden dazu führen, dass die Bürger weiterhin nicht als mündige Marktteilnehmer handeln könnten.

"Informationsrechte sind Bürgerrechte, die der Bundestag mit der Absegnung dieser Mogelpackung sehenden Auges missachtet", kritisierte Bode. Seinem Mandat, die Interessen der Bürger durchzusetzen, komme das Parlament mit der Verabschiedung dieses Gesetzes nicht nach. Die beschlossenen Änderungen seien reine Kosmetik, die den Verbrauchern in der Praxis nichts nützten.

So wurden zum Beispiel die Bearbeitungsfristen auf einen Monat verkürzt. Dennoch kann sich eine Behörde oder ein Unternehmen jederzeit auf einen der zahlreichen "Ausschluss- und Beschränkungsgründe" des VIG berufen (in Paragraph 2). Der Verbraucher muss die Berechtigung seines Auskunftsanspruchs dann gerichtlich klarstellen lassen, was mehrere Jahre dauern kann. Unternehmen können jede für ihr öffentliches Ansehen ungünstige Information als "wettbewerbsrelevant" und damit einem "Betriebs- oder Geschäftsgeheimnis vergleichbar" einstufen (gemäß Paragraph 2 Nr.2c). Dadurch können nach der Einschätzung von foodwatch nahezu alle berechtigten Auskunftsansprüche von Bürgern abgewehrt oder auf Jahre verschleppt werden.

Auf Grund der Gammelfleischskandale hatten SPD und CDU/CSU im Koalitionsvertrag vom 11.11.2005 vereinbart, dass Verbraucher mittels eines VIG zukünftig ein Recht auf Informationen bekommen sollten. Den Entwurf zum Verbraucherinformationsgesetz hatten sie im Mai dieses Jahres in den Bundestag eingebracht. "Doch statt die Transparenz zu erhöhen und Hersteller dazu anzuhalten, die Regeln einzuhalten, knickt die Koalition vor der Wirtschaftslobby ein", urteilte Bode. Die Wirtschaft habe offensichtlich Angst davor, dass die Verbraucher erfahren, was in der Lebensmittelbranche vor sich geht.

Laut Behördenangaben wird allein in Bayern jede dritte amtliche Verdachtsprobe von Frischfleisch beanstandet, die Hälfte davon stellt sich als gesundheitsschädlich heraus. Aus Niedersachsen sind ähnliche Zahlen bekannt. Das vorliegende VIG verpflichtet die Behörden nicht, diese Ergebnisse unter Nennung von Produkt- und Herstellernamen zeitnah zu veröffentlichen. Obwohl dies in anderen europäischen Ländern wie Großbritannien, Dänemark, Schweden und Irland längst Standard ist.

In den vergangenen Monaten hatte es breiten Protest von der Opposition, zahlreichen Verbänden und zuletzt auch aus den Bundesländern gegen das Gesetz gegeben, das auf Bundesverbraucherminister Horst Seehofer zurück geht. Allein foodwatch hat seit Ende Februar über 10.000 Protestunterschriften gesammelt.

Originaltext: foodwatch e.V. Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=50496 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_50496.rss2



Pressekontakt: foodwatch e.V. Barbara F. Hohl Kommunikation Brunnenstr. 181 10119 Berlin Internet: www.foodwatch.de Fon: 030 / 240 476-19 Fax: 030 / 240 476-26 E-Mail: presse@foodwatch.de

130295
Werbung
Rheinische Post: Chef der Bundesagentur für Arbeit befürchtet bis zu vier Millionen Arbeitslose ... weiter
Neue OZ: Kommentar zu Hessen / Wahl ... weiter
Neue OZ: Kommentar zu Energie / Wohnen ... weiter
Neue OZ: Kommentar zu Nahost / Gaza / UNO ... weiter
Neue OZ: Kommentar zu Konjunkturpaket ... weiter
Lausitzer Rundschau: Brandenburgs CDU bestätigt Kandidatenliste für Wahlen / Neu formiert ... weiter


Seite 1 von 4546


Anmeldung News


BRD Gazette
Aktuelles
Firmennachrichten
Arbeit
Bildung
Buntes
Computer & IT
Energie
Familie
Finanzen & Börse
Freizeit
Geschenktipps
Gesundheit
Jobs
Kultur & Unterhaltung
Medien
Politik
Senioren
Soziales
Sport
Umwelt & Natur
Verbraucherinfo
Wirtschaft & Industrie
Wissenschaft


Deutschlandkarte
Deutschlandkarte
mit Städte- und
Länder-
informationen


Städte & Länder
Bundesländer
Stadt Informationen
Postleitzahlen
Vorwahlen
Kfz Kennzeichen
Branchenbuch
Branchensuche
Branchenbuch
Schlagwortkatalog
Empfehlungen:
Reis Rezepte
Vodafone DSL - Das All-Inclusive-Paket für Zuhause
Arcor All-Inclusive - ohne Telekom Anschluss


im Hintergrund öffnen mehr Informationen schliessen