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WAZ: Niebel wirft Merkel Wahltaktik zu Lasten der Bürger vor



(ots) - FDP-Generalsekretär Dirk Niebel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, aus Wahltaktik notwendige Schritte in der Wirtschafts- und Finanzkrise zu unterlassen. "Die Kanzlerin braucht Steuersenkungen im Wahlkampf, aber Deutschland braucht Entlastungen jetzt sofort", sagte Niebel der Westdeutschen weiter


Rürups Rentenpläne machen Rentner zu Almosenempfänger / KAB-Bundesvorsitzender: "Altersarmut" ist endlich in der Politik angekommen

(09.01.2008) (ots) - "Das Thema Altersarmut ist endlich in der Politik angekommen", betonte KAB-Bundesvorsitzender Georg Hupfauer. Die KAB Deutschlands begrüßt die jüngsten Überlegungen des Politikberaters Rürup zur Altersarmut. Dieser hatte noch Mitte 2003 eine steuerfinanzierte Grundsicherung kategorisch abgelehnt. Kritik übte der KAB-Bundesvorsitzende gleichzeitig an den Plänen Rürups, eine staatlich finanzierte Mindestrente einzuführen. Hupfauer bezeichnete die Überlegungen Rürups als "sozialpolitischen Schnellschuss". "Menschen, die 35 Jahre und mehr gearbeitet und ihre Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, brauchen keine staatlichen Almosen, sondern eine solidarisch finanzierte Sockelrente", betonte Hupfauer. Der Gefahr zunehmender Altersarmut durch Arbeitslosigkeit sowie Billig- und Minijobs lasse sich nachhaltig nur mit der konsequenten Weiterentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung zu einem solidarisch ausgebauten Alterssicherungssystem begegnen, sagte der Vorsitzende des katholischen Sozialverbandes.

Obligatorische Betriebsrenten

Hupfauer verwies auf das Renten-Modell der katholischen Verbände, das die KAB gemeinsam mit Kolping, der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, der Landvolkbewegung und dem Familienbund der Katholiken seit über einem halben Jahrzehnt in der Öffentlichkeit diskutiert. Erst jüngst habe das wirtschaftsnahe Münchener ifo-Institut die Verfassungsmäßigkeit sowie die Finanzierbarkeit des katholischen Verbände-Modells bestätigt. "Statt einer Almosenrente setzen wir auf eine soziale gerechte Sockelrente, die aus Beiträgen aller steuerpflichtigen Einkommen finanziert wird und jeden Bürger einbezieht", erklärte Hupfauer. Im Sockelrenten-Modell werde jeder erarbeitete Entgeldpunkt aus der Arbeitnehmerpflichtversicherung auf die existenzsichernde Sockelrente aufgesattelt. Zudem entlaste die Sockelrente die Arbeitgeber in der Arbeitnehmerpflichtversicherung entscheidend und schaffe so ausreichend Spielraum für den Ausbau einer obligatorischen Betriebsrente. Hupfauer widerlegte damit auch Befürchtungen des Arbeitgeberpräsidenten Dieter Hundts, dass eine Sockelrente "zu unbezifferten Kosten" führe. Der KAB-Bundesvorsitzende rief Politik und Arbeitgeber auf, den Weg einer solidarischen Alterssicherung jetzt mitzugehen. "Wir müssen heute die Weichen für die sichere Rente von Morgen stellen", sagte Hupfauer.

Originaltext: KAB Deutschlands Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/68607 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_68607.rss2

Pressekontakt: KAB Deutschlands Pressesprecher Matthias Rabbe Tel.: 0221/7722-130 Infos: www.buendnis-sockelrente.de, www.kab.de

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