WAZ: Poß unterstützt Forderung nach niedrigerem Eingangssteuersatz
(ots) - Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) erhält
für seine Forderung nach einem niedrigeren Eingangssteuersatz
Rückendeckung aus der eigenen Partei. "Eine solche Steuersenkung
verspricht am ehesten positive Auswirkungen auf den Konsum. Denn es
profitieren insbesondere Menschen, die dieses Geld nichtweiter
(20.11.2008) (ots) - Wenn Bundespräsident Horst Köhler dazu bereit ist,
wird es zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik vor der
Wahl zum höchsten Staatsamt zu einem TV-Duell kommen. SPD-Kandidatin
Gesine Schwan ist dazu bereit. In einem Interview mit stern.de, der
Online-Ausgabe des HamburgerMagazins stern, sagte Schwan auf die
Frage, wie sie zu einem solchen Duell mit Köhler nach amerikanischem
Vorbild stehe: "Wenn er zustimmt - an mir soll es nicht liegen."
Im Zusammenhang mit der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise
übte Gesinde Schwan massive Kritik an den deutschen Managern. "Zum
Beispiel übersteigen die erfolgsabhängigen Boni für Manager oft deren
Grundgehalt. So etwa reizt zu egoistischem, kurzatmigem Verhalten,
das nicht dem Wohl des Gesamtunternehmens dient." Aus ihrer Sicht
verletzt die Höhe der Manager-Gehälter das Prinzip der
Leistungsgerechtigkeit. Schwan zu stern.de : "Ein Josef Ackermann
kann nicht tausendmal mehr und besser arbeiten als andere, aber er
verdient tausendmal mehr als andere."
Die Politik-Professorin sieht die Soziale Marktwirtschaft in einer
Legitimationskrise. "Das Soziale der sozialen Marktwirtschaft ist
zunehmend weg gebrochen." Die Kräfteverteilung zwischen Kapital und
Arbeit sei nicht mehr gerecht. "Wenn die Gier in einem System alles
überlagert, müssen wir nicht die Gier angucken, sondern das System",
sagte sie dem Online-Magazin. Schwan schlägt eine Präzisierung des
Aktiengesetzes in dem Sinne vor, "dass dort die
Gemeinwohlverpflichtung der Unternehmen wieder klar zum Ausdruck
kommt."