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Informationen rund um Deutschland

Enorm - die Gesundheitsreform



(pp) Im Nachfolgenden die wichtigsten, für Patienten relevanten Neuerungen der Gesundheitsreform:

Praxisgebühr

Für jeden ersten Kontakt mit einem Arzt - auch per Telefon - fallen für Volljährige künftig pro Quartal zehn Euro an. Ausnahme: Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen
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Medikamente per Postbote: Internetapotheken

(28.06.2004) (pp) Die wohl beste Nachricht für Verbraucher im Rahmen der Gesundheitsreform: Seit dem 1. Januar 2004 gibt es für Apotheken bei rezeptfreien und freiverkäuflichen Produkten keine Preisbindung mehr. Zusätzlich dürfen alle Medikamente - verschreibungspflichtig oder nicht - jetzt auch per Versandhandel angeboten werden. Damit wurde die längst gängige Praxis, sich Medikamente aus Holland oder Großbritannien schicken zu lassen, gewissermaßen nachträglich legalisiert.

Internet contra Pharmakonzerne

Selbstverständlich nutzen auch klassische Apotheken die neue Kalkulationsfreiheit - doch vor allem Versandapotheken kommen durch die neue Gesetzeslage zum Zug. Da sie keine teuren Raumkosten tragen müssen und mit geringerem Personalaufwand zurecht kommen, können sie ihren Investitionsvorteil voll ausreizen. Überdies liefern sie zeitlich stark eingeschränkten Berufstätigen oder Gehbehinderten die Medikamente bis an die Haustür. Wie gut das Angebot angenommen wird, bewies die niederländische DocMorris bereits letztes Jahr. Im dritten Quartal 2003 erwirtschaftete die Versandapotheke mit einem Umsatz von 13 Millionen Euro 97 Prozent mehr als im Vorjahr. Für 2004 erwartet das Management einen Umsatz von knapp 50 Millionen Euro. Gekämpft wird im Versandgeschäft mit harten Bandagen. Der britische Anbieter getpharma hat sich unter rund 100 verschiedenen Namen ins web eintragen lassen, so dass etwa jemand, der das Heuschnupfenmittel Flixonase oder das Bluthochdruckmittel Nifedipin in die Suchmaschine eingibt, auch auf der Homepage des Versenders landet. Und DocMorris bringt gleich 40 Pharmaunternehmen vor Gericht, um sich Rabatte zu erkämpfen. pharmakontor will sich als Discount-Apotheke profilieren: keine Versandkosten, keine Praxisgebühr bei wiederholter Bestellung der Anti-Baby-Pille, maximal 50 Prozent der gesetzlichen Zuzahlung. Das klingt so lange gut, bis man im Kleingedruckten auf 20 Euro Mindestbestellsumme stößt. Die shopapotheke24 liefert erst ab 30 Euro versandkostenfrei. Es lohnt also, sich die Geschäftsbedingungen genau anzuschauen.

Hohen Maßstäbe bezüglich Verbraucherschutz und Arzneimittelsicherheit

Trotzdem muss niemand fürchten, in Internetapotheken schlecht bedient zu werden. Das Bundesgesundheitsministerium drückt sich hier sehr klar aus: ?Für Versandapotheken gelten selbstverständlich die gleichen hohen Maßstäbe im Hinblick auf Verbraucherschutz und Arzneimittelsicherheit, wie man das auch von der öffentlichen Apotheke vor Ort kennt. Sie dürfen nur solche Arzneimittel liefern, die für den deutschen Markt zugelassen sind und die Informationen in deutscher Sprache enthalten. Auch bei der Versandapotheke und Internetapotheke muss, selbst wenn sie sich im europäischen Ausland befindet, die kompetente Beratung in deutscher Sprache gewährleistet sein und von pharmazeutischem Personal durchgeführt werden.?

Wer nicht auf den persönlichen Kontakt zu seiner Apotheke verzichten will, kann trotzdem das Internet sinnvoll nutzen. Unter www.pharmacy-point.de kann man alle Medikamente per Internet vorbestellen und dann bei einer Apotheke seiner Wahl oft schon wenige Stunden später, in aller Regel aber am nächsten Werktag abholen. Zusätzlich profiliert sich die Seite als Spezialseite zu allen Themen rund um die Apotheke: Apotheken-Notdienste, Erste-Hilfe-Tipps, Biowetter, Selbsthilfegruppensuche, Giftnotruf etc.

Bis vor kurzem war der Vertrieb übers Internet nur für freiverkäufliche Arzneimittel gestattet, für Produkte also, die auch Reformhäuser und Drogerien anbieten dürfen, wie z.B. Vitaminpräparate. Seit Januar 2004 gilt diese Regel nicht mehr: Der Fachhandel darf jetzt auch übers Internet sowohl apotheken- als auch verschreibungspflichtige Medikamente verkaufen. Die Preisbindung bei den verschreibungspflichtigen Arzneien bleibt zwar erhalten, doch bei allen anderen Produkten gibt es erhebliche Preisunterschiede.

Aufgrund einer Kooperation mit Branchenpartnern und der Internet-Vertriebsstruktur kann Christian Buse enorme Preisvorteile an seine Kunden weitergeben. 2001 gründete der Apotheker das Gesundheitskaufhaus www.mycare.de sowie zusätzlich eine Plattform für Diabetiker. Über www.diabetic.de können sich Betroffene austauschen und gleichzeitig durch Fachpersonal beraten lassen. Auch den Kunden von mycare.de stehen zu jedem einzelnen Produkt detaillierte Informationen zur Verfügung, zusätzlich können sie sich mit ihren Fragen per Telefon, E-Mail oder Fax an Christian Buse und seine Mitarbeiter wenden. Fachliche Kompetenz und Beratung sind somit gewährleistet, deren Fehlen bislang der Haupteinwand gegen einen online-basierten Arzneimittelversand war. Diabetiker sparen zudem bei einer Auswahl von etwa 300 Produkten beispielsweise bei Blutzuckermessgeräten bis zu 60 Prozent, freiverkäufliche Arzneimittel sind bis zu 40 Prozent günstiger zu haben.

Seit Januar 2004 umfasst Buses Sortiment an die 270.000 Medikamente. Per Rezept bestellte Medikamente werden frei Haus geliefert, die Abrechnung erfolgt direkt mit der Krankenkasse. Auf Diabetikerhilfsmittel entfällt keine Rezeptgebühr, für die künftig zum Versand freigegebenen Medikamente kann der Patient die Gebühr per Überweisung oder Kreditkarte begleichen. Die Lieferung erfolgt binnen 48 Stunden.

Mycare.de hat außerdem rund 4.000 Gesundheitsprodukte im Angebot, die ab einem Bestellwert von 50 Euro versandkostenfrei erhältlich sind. Die Palette reicht von Nahrungsergänzungsmitteln über Haut- und Körperpflege, Schwangerschaft und Babypflege, Hilfsmittel wie Massagegeräte oder Akupunkturlaser bis hin zu Präparaten zur Gewichtsreduktion, ferner Bücher und Videos.

Höchste Priorität hat für Buse die Sicherheit der Kundendaten: Diese sind über die derzeit beste SSL-Verschlüsselung, ?Secure-Server-ID? von VeriSign, gesichert. In puncto Logistik setzt Buse auf die Nr. 1 in Deutschland, die DHL, über deren ?Track & Trace? der Kunde jederzeit erkunden kann, wo sich seine Bestellung gerade befindet. Nicht von ungefähr hat das Europäische Handelsinstitut mycare.de als geprüften Online-Shop ausgezeichnet. Schließlich sind da noch ein umfassendes Online-Medizinlexikon und eine Suchmaschine, die auch dann fündig wird, wenn sich bei der Eingabe Rechtschreibfehler eingeschlichen haben. Denn wer kennt schon alle oftmals lateinischen Medikamentennamen?



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