(22.08.2008) Frankfurt bereitet sich langsam auf einen anstehenden Besuch des Dalai Lama im Jahre 2009 vor. Dass der tibetische Mönch mit dem betörenden Charme längst Stadien füllt, ist auch bei uns kein Geheimnis mehr. Der Hunger nach Weisheit ist groß angesichts des mangels an derselben in Politik und Wirtschaft! So kann denn auch Frankfurt davon ausgehen, dass Zehntausende in die Commerzbankarena strömen werden, wenn ER kommt.
Doch es ist längst nicht mehr mit esoterischen Strömungen und Popkultur erklärbar, dass der Dalai Lama aus Tibet überall eine derartige Wirkung hat. Es ist auch ein Signal an alle Selbstgerechten und die Verlogenheit der Politik von heute. Man sollte es hören! In Sachen Wahrhaftigkeit und Versöhnlichkeit ist heutzutage niemand glaubwürdiger als Tendzin Gyatso, der 14. Dalai Lama von Tibet. Wenn er in Frankfurt von der „Kunst des Lebens spricht“, vermittelt er dem Publikum die Essenz eines authentischen und zufriedenen Lebens, in dem das eigene Bemühen um Glück ebenso wichtig ist wie das Glück im Leben des Nächsten. Kein Wunder, dass sich nicht nur Buddhisten angesprochen fühlen, sondern auch Angehörige aller anderen Religionen. Das geplante Wochenendprogramm in Frankfurt richtet sich denn auch gerade an Nicht-Buddhisten. Unter dem Motto „Eine Welt – Ein Geist – Ein Herz“ soll ein verbaler Gedankenaustausch mit bekannten Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft über globale Verantwortung, Wirtschaft und Ethik, Umwelt, Hirnforschung sowie über Menschenrechte und Frieden geführt werden. Zur Abschlussveranstaltung steht das Mitgefühl im Fokus des berühmtesten Mönches der Welt. Zu Recht. Eine Welt, in der das Mitgefühl abhanden kommt, ist eine trostlose Welt!
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