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Karambolage



Statt klein zu sein, will man wirklich lieber groß sein. Dieses ewige „Wenn Du erst einmal groß bist, dann…“ nervt wirklich kolossal. Die denken immer, man ist gaga, weil man nur ein kleiner Mann ist. Dabei kann man schon Auto fahren!

So oder ähnlich dachte sich ein Achtjähriger in Zwickau. Kinderphantasien weiter



Die Gehaltsschere

(29.08.2008)

Die Zeitungen melden derzeit Widersprüchliches. Die Weltbank verkündete jüngst: es gibt immer weniger arme Leute. Das konterte eine Studie der Universität Duisburg, die in der Hans-Böckler-Stiftung demnächst ausführlicher vorgestellt werden soll. Nach deren neuster Untersuchung öffnet sich die Gehaltsschere immer drastischer. Längst nagen nicht mehr nur die Hartz IV Empfänger am Hungertuch, es erreicht nun auch den Mittelstand. Die Talfahrt geht häufig so: Wer einen geringen Lohn hat, und dann arbeitslos wird, bekommt anschließend einen noch geringeren. Falls er überhaupt wieder Arbeit findet. Der Lohnrutsch ist real und nicht nur gefühlt, errechnete die Studie. Immer mehr Menschen haben Neben- und Zusatzjobs, addieren die Löhne aus drei Minijobs oder schnallen den Gürtel ohne Job eng. Ein Minus von glatten 14 Prozent seit 1995 hat die Studie errechnet – und das bei einer Teuerung von 30 Prozent!

Zugleich wird vermeldet, dass im Gegensatz dazu Besserverdiener mit einer Vollzeitstelle gute Zuwächse erzielt haben. Das kennt man ja nun schon: bereits unsere Mütter haben uns gelehrt: wer nix hat, dem wird genommen – wer aber hat, der bekommt noch obendrauf! Die einen haben immer weniger Geld in der Tasche, die anderen dagegen brauchen Tagesgeldkonten und Wertpapiere, um der vielen Penunze noch Herr zu werden. Die einen machen Urlaub auf Balkonien – so sie denn einen haben! – und Altersarmut entgegen, das obere Viertel hingegen lebt entspannt in den Tag. Längst ist eine Vollzeitstelle keine Garantie mehr für ein Gehalt, von dem man leben kann. Einer der Gründe für diesen Zustand sei die Privatisierung großer staatlicher Dienstleister.

Nun ist umso interessanter, warum die Weltbank sagen kann, es gäbe immer weniger arme Leute! Haben die vielleicht vor, zu Weihnachten Geld zu drucken und uns zukommen zu lassen?!



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