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(04.08.2004) (pp) Budapest bietet dem Betrachter das weltweit schönste und beeindruckendste Stadtpanorama. Einige Gebäude der Technischen Universität, die Kettenbrücke und Umgebung mit Gellért-Bad, Freiheitsstatue und Zitadelle auf dem Gellért-Berg sowie diverse Bauten der Budaer Burg sind anerkannte Teile des Weltkulturerbes auf der Budaer Seite. Auf dem Pester Donauufer stehen das Parlament, der Roosevelt-Platz an der Kettenbrücke, die Ungarische Akademie der Wissenschaften, das Gebäude des Gresham-Palastes, der gesamte Donauabschnitt von der Petôfi-Brücke bis zur Margaretenbrücke unter dem Schutz der UNESCO.
Die Siedlung Buda gibt es seit der Zeit der Eroberung Ungarns durch die Magyaren 896. Der königliche Hofstaat zog im Jahre 1347 nach Buda um und in dieser Zeit begann die Erweiterung der Burg. Durch die Vereinigung von Buda, Óbuda und Pest im Jahre 1873 entstand die Stadt Budapest. Zu Ehren der Stadt wurde auch ein neuer, würdiger und repräsentativer Königspalast erbaut. Gegenüber dem Burgviertel auf dem Pester Ufer der Donau befindet sich eines der schönsten Parlamentsgebäude der Welt mit einer Länge von 268 Metern und einer 96 Meter hohen Kuppel.
Im Jahre 2002 wurde die Erweiterung der bereits vorhandenen Weltkulturgüter mit der Aufnahme der Andrássy út (Straße) und ihrer historischen Umgebung, des Heldenplatzes und der Millenniumsuntergrundbahn in die Liste des Weltkulturerbes vollzogen.
Hollókô, das Altdorf und seine Umgebung
Das in einer malerischen Umgebung (Nationalpark Bükk) gelegene Hollókô verbirgt sich zwischen den Hügeln des Cserhát-Gebirges und ist von Budapest ca. 100 km entfernt. Die Geschichte des Dorfes reicht bis in das XIII. Jahrhundert zurück. In der Zeit nach dem Mongolenfeldzug wurde die auf dem Berg Szár stehende Burg Hollókô gebaut. Der Name (holló: Rabe, kô: Stein) stammt vielleicht aus der Legende, nach der ein Burgherr ein schönes Mädchen geraubt hatte, deren Amme eine Hexe war. Die Amme verband sich mit dem Teufel, um das Mädchen befreien zu können. Die Söhne des Teufels nahmen die Gestalt von Raben an und trugen die Steine der Burg ab, und auf dem hier befindlichen Felsen wurde die Burg Hollókô (Rabenstein) errichtet.
Die traditionelle mittelalterliche Dorfstruktur ist gut zu erkennen, rechtwinklig zu beiden Seiten der einzigen langen Straße liegen schmale Grundstücke. In der Mitte der Siedlung steht auf einer kleinen ?Insel? die katholische Dorfkirche. Die 67 geschützten Gebäude des Dorfes sind typische Bauernhäuser mit Walmdach und Veranden mit Holzbrüstung, die mit durchbrochenen Schnitzereien verziert sind. In einem der Häuser befindet sich das Dorfmuseum. Hier können die Innenausstattung und die Einrichtung der Häuser sowie Schmuck und Gebrauchsgegenstände besichtigt werden. Von den alten Volkskunstgewerben wird im Webhaus die Textilherstellung vorgestellt, wo nach den alten Techniken und auch an einem Webstuhl mit losem Weberschiffchen gearbeitet wird. In anderen Gebäuden sind Landschaftshaus, Post und Kindergarten zu finden, es handelt sich also nicht um ein Freilichtmuseum, sondern um ein wirkliches, lebensfähiges Dorf. In mehreren Häusern gibt es eine Übernachtungsmöglichkeit bzw. eine Gaststätte. Die kaum 400 Seelen des Dorfes sind Paloczen. Außer ihrem besonderen Dialekt erhalten und pflegen sie ihre Traditionen sowie ihre bunte, reich verzierte Volkstracht. Bei größeren Festen tragen sie auch heute noch die selbst angefertigte Kleidung. Am schönsten ist die Festtracht der jungen Mädchen und Bräute, unter dem roten oder blauen Seidenrock sieht man sechs, acht, manchmal auch zehn schneeweiße gestärkte Unterröcke. Das vielleicht sehenswerteste Fest in Hollókõ ist Ostern. Da werden nicht nur die Kleidung, sondern auch die Osterbräuche und die Volkskunst vorgestellt. Auch das Himbeerfest im Juli, das Nógráder Folklore Festival und die Burgspiele im August, im September der Weinlesefestumzug bzw. die in der Burg und in der Kirche veranstalteten Konzerte ziehen viele Besucher an.
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