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(04.08.2004) (pp) Das Höhlensystem des 1985 gegründeten Nationalparks Aggteleker Höhlen und Slowakisches Karstgebiet (20.000 Hektar) hat die UNESCO 1995 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die Baradla-Höhle ist die größte und prächtigste Tropfsteinhöhle Ungarns und innerhalb der gemäßigten Klimazone beispiellos in ihrer Schönheit. Die zum Weltkulturerbe erklärte Höhle kann sowohl von Aggtelek als auch von Jósvafõ aus im Rahmen von ein-, zwei-, fünf- oder siebenstündigen geführten Wanderungen erkundet werden.
Im Rahmen von Lehrpfaden und bei botanischen bzw. zoologischen Ausflügen kann sich der Besucher mit den Werten der Karstoberfläche, ihren wichtigsten Pflanzengemeinschaften und der dörflichen Lebensweise sowie mit den Denkmälern der Industrie- und Kulturgeschichte vertraut machen. Überdies gibt es ein Netz von markierten Wanderwegen, Fahrradwege und Reiterrouten. Die Besucher können am traditionellen Brotbacken teilnehmen und sich anlässlich der zwischen Silvester und Fasching stattfindenden ?Tage des Traditionsbewusstseins und der Kunst bei Aggtelek-Jósvafõ? vergnügen. In Aggtelek und Jósvafõ stehen Unterkünfte der verschiedensten Kategorien zur Verfügung.
Direktion des Nationalparks Aggtelek Aggteleki Nemzeti Park Igazgatóság 3758 Jósvafõ, Tengerszem oldal 1. ? Pf.6 Telefon/Fax: 0036-48-350-006 info.anp@axelero.hu:e-mail www.anp.hu
Nationalpark Balaton Oberland
1. Tihany Dieses erste Naturschutzgebiet Ungarns (1562 Hektar) wurde 1952 auf einem der abwechslungsreichsten, attraktivsten und naturwissenschaftlich meist erforschten Gebiete des Landes errichtet. Ihre landschaftliche Schönheit, die mit Wäldern und Weintrauben bedeckten Bergkuppen und Hügel die beiden Seen, ziehen rund ums Jahr viele Besucher an. Die südlichen Hügel sind Geysirkuppen, Ergebnisse vulkanischer Tätigkeit. Die periodisch hervorbrechenden warmen Quellen haben an mehr als hundert Stellen Felsenformen aus Quellenkalkstein und Hydroquarzit hinterlassen. Unter ihnen ist die Geysirkuppe ?Aranyház? am schönsten, die von der gelben Flechte, die auf ihr zu finden ist, ihren Namen erhielt. Eine besonders schöne Quellenhöhe befindet sich unter der Abtei und auf dem Csúcs-Berg. Die wechselvollen Zerstörungsformen des Basalttuffsteins können wir am besten auf dem Kleinwald-Gipfel studieren.
Die besondere Pflanzen- und Tierwelt ist dem milden, mediterranen Klima in Tihany zu danken. Die trockenen Wälder mit Flaumeichen, Blumeneschen und Perückensträuchern sind besonders im Herbst malerisch. Der seltenste Nest bauende Vogel der Halbinsel ist die Zwergeule, aber auch die lauten Sing- und Mannazikaden leben in diesen Wäldern.
Auf den trockenen Steppenflächen befinden sich mehrere seltene und geschützte submediterrane Pflanzen wie der Blaustern und die Winde. Die pannonischen Rasen werden durch schwarze Zackelschafe und Merinos vor spontaner Bewaldung geschützt.
Besonders reich ist die wärmeliebende Insektenfauna der Halbinsel mit fast 1.000 Arten. Rund 800 Schmetterlingsarten leben in Tihany, unter ihnen gibt es mehrere seltene Spezies. Sehr interessant ist die Bienen- und Wespenfauna an den steilen sandig-lehmigen Hügeln an der Seite des Balatons.
Die barocken Gebäude der im Jahre 1055 gegründeten Benediktiner-Abtei mit der in den Tuffstein abgesenkten Unterkirche erscheinen wie eine Krone über dem malerischen Dorf. Mehrere Häuser mit Reetdächern im damaligen Fischerdorf fungieren heute als Freilichtmuseum und bewahren die balaton-oberländischen Bauformen. Am Óvár-Berg sind in den steilen Tufffelsen Einsiedeleien aus dem Mittelalter zu sehen, die 1993 restauriert wurden. Vermutlich haben hier Kiewer Mönche gelebt.
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