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Bleifuß ade: 31 Millionen Deutsche halten sich für umweltbewusste Fahrer



(ots) - Angesichts steigender Kfz-Kosten setzt die große Mehrheit der deutschen Autofahrer auf eine sparsame und damit ressourcenschonende Fahrweise. Rund 31 Millionen Bundesbürger, das entspricht 78 Prozent aller Fahrzeugbesitzer, halten sich für umweltbewusste Fahrer. Unter Frauen ist eine "grüne weiter


Eine Peking-Ente zieht nach Westen

(24.10.2001) Wasser fließt uns im Mund zusammen, so schimmernd und verlockend liegt sie auf dem Teller - die Pekingente, dieser Inbegriff chinesischer Küchenkunst. Aber warum glänzt das Tier? Niemand hat es poliert. Das Geheimnis ihres Glanzes heißt monascus, genauer Monascus purpureus. Der in der asiatischen Küche beliebte Pilz wird seit mindestens 2000 Jahren zur Verfeinerung und Veredelung von Speisen eingesetzt, für die Herstellung von Sake-Reiswein, für Arrak oder für die noble Erscheinung und den feinen Geschmack der Peking-Ente.
Nun ist das Geheimnis der Peking-Ente auch im Westen nicht mehr aufzuhalten. Der gesunde Menschenverstand und die fleischverarbeitende Industrie ziehen an einem gemeinsamen Strang, die Nitrithersteller ziehen in die Gegenrichtung. Denn so klein monascus ist, so wirkungsvoll könnte er sich als Waffe gegen Nitritpökelsalz erweisen. Denn Reis, der mit monascus fermentiert wurde, kann den umstrittenen Lebensmittelzusatz ersetzen - ohne dessen gesundheitlich bedenklichen Wirkungen. Nitritpökelsalz hilft in Deutschland vor allem dabei, Wurstwaren schönzufärben. Rötlich frisch sollen sie wirken und zum Zugreifen einladen. Unangenehm nur, dass das Nitrit im Pökelsalz mit bestimmten Eiweißen reagiert und Nitrosamine entstehen lässt. Eben diese aber erwiesen sich nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Tierversuchen als krebserregend. Kalifornische Forscher unterstützten diese Ergebnisse mit dem Hinweis, der häufige Verzehr klassischer Pökelprodukte wie Wiener Würstchen oder Leberkäse erhöhe vermutlich drastisch das Leukämierisiko bei Kindern.
Und da niemand potentiell Krebserregendes verkaufen und noch weniger verzehren möchte, böte rot fermentierter Reis den idealen Ausweg: die Wurst bliebe rot und der Verbraucher gesund - gäbe es da nicht ein hemmendes Urteil des Verwaltungsgerichtshofes von Baden-Württemberg, das nach europäischem Recht allerdings überholt ist. Denn die Umsetzungsfrist für EU-Lebensmittelrecht ist am 31.12.95 ausgelaufen. Somit tritt dieses Recht in Kraft und rangiert über deutschem Recht.(r-g-z)

Weitere Informationen:
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Tel.: 089/6251736, Fax: 089/625-1763

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