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Mein lieber Schwan!



Manch einem wachsen in verzweifelter Lage Flügel, sagt man. Dieser Wasservogel hier hatte bereits welche.

Die Rede ist von einem tierischen Flugkörper, der eine außerplanmäßige Notlandung auf der A 1 bei Reinfeld einlegte. Ein schneeweißer Schwan wollte unbedingt mal ausprobieren, wie es sich auf einer viel weiter



Der Sexappeal der alten Böcke

(23.04.2008) (djd). Mitte Juli ist die Paarungszeit der Rehe in vollem Gange. Die Ricke lockt den Rehbock mit lautem Fiepen an. In dieser heißen Phase gibt es für die Böcke kein Halten mehr, blindlings folgen sie den betörenden Rufen, notfalls auch über viel befahrene Bundesstraßen hinweg. Deshalb warnt Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung besonders von Mitte Juli bis Mitte August vor der erhöhten Unfallgefahr durch verliebte Rehe: "In diesen Wochen muss auch tagsüber mit plötzlich auftauchenden Rehen gerechnet werden, nicht nur in Waldstücken, sondern häufig an dem Rand der Städte." Autofahrer sollten deshalb entsprechend langsam fahren, um rechtzeitig bremsen zu können.

Alter vor Schönheit

Bei den Rehen gilt "Alter vor Schönheit". Wenn in einer Population genügend alte Böcke vorhanden sind, werden die jungen Männchen von den Weibchen nicht beachtet. Die heiße Liebe zwischen Bock und Ricke hält jedoch nicht lange vor. Hat sich das Männchen erfolgreich gepaart, bemüht es sich sogleich um die nächste Eroberung. Die Befruchtung der Ricken erfolgt etwa Ende Juli, zur so genannten Blattzeit. Die in der Jägersprache verwendete Formulierung beschreibt eine Bejagungsmethode: Auf einem Blatt kann der Jäger die Laute einer brunftigen Ricke nachahmen und damit den Bock anlocken. "Er kommt aufs Blatt gesprungen", heißt es dann. Die befruchtete Eizelle der Ricke entwickelt sich übrigens nicht sofort zum Embryo weiter, sondern verharrt eine Weile im Anfangsstadium. Dieses bei nur wenigen Säugetieren auftretende Phänomen nennt man Keimruhe.

Optimaler Geburtstermin

Die befruchtete Eizelle nistet sich zwar in der Gebärmutterschleimhaut ein, teilt sich aber zunächst nicht. Erst nach der Keimruhe beginnt die normale embryonale Entwicklung. Die dadurch verlängerte Tragzeit ermöglicht die Geburt während einer für die Aufzucht günstigen Jahreszeit. Beim Reh etwa beginnt erst Ende November das embryonale Wachstum. Dadurch werden die Kitze im Frühjahr gesetzt, wenn es genug zu fressen gibt. In Europa kommt die Keimruhe unter anderem auch beim Dachs, Seehund und Braunbär vor.

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