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(26.07.2007) (djd). Steinbrüche und Baggerseen erfüllen nicht nur eine Funktion als Rohstoffquellen für die Bauwirtschaft. In vielen Fällen werden sie nach ihrer Nutzung - und oft genug sogar schon währenddessen - zu Naturreservaten für Pflanzen- und Tierarten, die in unserer zivilisierten und regulierten Landschaft ihre angestammten Lebensräume nur noch selten vorfinden.
Im Steinbruch tobt das Leben
Alleine 49 verschiedene Biotop-Lebensräume bieten etwa zwei Steinbrüche bei dem fränkischen Ort Lengfurt. Nahe der bekannten Steillage "Homburger Kallmuth", die für ihre kalkgeprägten Weine berühmt ist, gibt es Felswände neben Tümpeln, Halbtrockenrasen und Trockengebüsche wechseln sich mit Geröllhalden ab. Interessant ist das Gebiet auch deswegen, weil hier auf engem Raum alle Arten der Steinbruchnutzung, der Renaturierung und Rekultivierung zu finden sind. So erobert sich die Natur das Gelände in einigen Bereichen ungelenkt zurück, während andere Flächen zum Beispiel mit Tümpeln gezielt gestaltet werden, um wertvolle und seltene Lebensgemeinschaften zu fördern. Selbst Wein wächst heute an rekultivierten Abbauhängen.
Nachbarschaft von Mensch, Technik und Natur
Besonders spannend ist es, das enge Nebeneinander von Mensch, Technik und Natur zu verfolgen. Selbst die Ödflächen, die direkt nach dem Abbau des Kalkgesteins zurückbleiben, werden sofort besetzt - erste Pflanzen wie der Huflattich etwa blühen schon nach 1-2 Jahren und bereiten den Boden für weitere Pflanzen und den Einzug von Insekten, Vögeln, Kleinreptilien und kleinen Säugetieren. Beim Abbau achten die Unternehmen heute darauf, fruchtbaren Oberboden abzutragen, aufzubewahren und nach dem Abbau wieder zurückzubefördern. Schutzwälle sorgen dafür, dass menschliche und tierische Nachbarn möglichst wenig Lärmbelästigung erfahren. Umweltfreundlich sind die Abbauprodukte - Grundstoffe für Zement, Beton oder Kalksandstein - auch in ihrer Anwendung. Denn sie kommen natürlich vor und ohne Chemie aus, sie werden meist standortnah gefördert und benötigen daher keine langen Transportwege. Mehr Informationen und weitere Artikel erhalten Sie unter http://www.ratgeberzentrale.de.
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