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(18.04.2003) (djd) Sie erkunden die Spülmaschine, winken schadenfroh aus dem Brotkasten und lassen sich auch durch massiven Personalverlust nicht so ohne Weiteres wieder aus der heimischen Wohnküche vertreiben. Wer jemals mit einer Ameisenplage in den eigenen vier Wänden konfrontiert war, der empfindet zumeist drei starke Gefühle für die kleinen, quirligen Beutejäger, nämlich Wut, Respekt und Neugier. Wut vor allem deshalb, weil sie nicht weichen wollen, und in der Regel greifen viele Verbraucher dann doch zu den heimtückischen und sehr effizienten Köderdosen, wie sie vom Fachhandel angeboten werden. Der Respekt vor der Zähigkeit der Ameisenvölker verwandelt sich häufig in Neugier auf diese wandlungsfähige Spezies. Hier einige Fakten: Weil viele Ameisenarten schlechte Augen besitzen, sind sie auf Pheromone als chemische Orientierungshilfe angewiesen. Diese Duftspuren verbinden das Nest mit der Futterquelle. Vor allem die Lasius-Arten verlassen sich weitgehend auf die Orientierung nach Duftspur, während sich Waldameisen im Freien fast ausschließlich auf ihren Gesichtssinn verlassen. Der Duftstoff stammt aus einer Drüse und wird mit dem Hinterleibende auf den Boden getupft. Er wird von den Ameisen mit einem Geruchssinnesorgan an den Fühlern wahrgenommen. Der Duftstoff informiert die Ameisen nur über den Wegverlauf, nicht aber darüber, in welcher der beiden Wegrichtungen die Futterquelle liegt. Ameisen derselben Kolonie haben denselben Duftstoff. Jede Art besitzt aber unterschiedliche Pheromone. Es geschieht oft, dass sich Ameisen derselben Art wegen ihres unterschiedlichen Duftes bekämpfen. Besonders häufig in deutschen HäusQuirlige Beutejäger von alten Hausfrauentricks zurückgreifen: So soll eine kleine Basilikumpflanze in den zu schützenden Räumen sehr wirkungsvoll sein, da die Ameisen die Ausdünstungen des Basilikums nicht mögen. Eine weitere Möglichkeit besteht im Aufstellen eines Tellers mit stark gezuckertem, schalem Bier (alternativ: Honigwasser, Himbeerwasser, verdünnter Sirup oder Likör). Die Ameisen werden davon angezogen und verenden in Massen. Weithin bekannt ist der Trick mit dem Backpulver: Für eine etwa vier Meter lange Spur ist ein halbes Päckchen bereits ausreichend. Biologisch bläht das Backpulver die Tierchen, die dann - in ihren Bau zurückgekehrt - den daheim Gebliebenen als Futterquelle dienen, so dass auch diese ausgerottet sind. Auch der Geruch von Zimt scheint Ameisen nur wenig zu behagen.
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