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(24.04.2007) (ots) -
Raps blüht in diesem Jahr auf einer Rekordfläche von über 1,5
Millionen Hektar. Daraus werden nach der Ernte im Juli ca. 2,5 Mio.
Tonnen Rapsöl gewonnen, das als hochwertiges Speiseöl und als
Biokraftstoff seinen Weg zu den Verbrauchern finden wird. Die
Nachfrage nach Rapsspeiseöl, Biodiesel und Rapsölkraftstoff ist in
den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Die Ausdehnung der
Rapsanbaufläche wird von Skeptikern, die den Anbau in Monokultur und
einen übermäßigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln vermuten, jedoch
auch kritisch betrachtet. Um sachliche Aufklärung bemüht sich derzeit
die Union zur Förderung von Oel-und Proteinpflanzen e. V. (UFOP), die
gemeinsam mit dem Nahrungsmittelkonzern Unilever umfangreiche
Nachhaltigkeitskriterien für den Winterrapsanbau entwickelt hat.
Damit sind die deutschen Landwirte weltweit führend beim nachhaltigen
Rapsanbau.
Monokultur ist beim Raps sozusagen von Natur aus ausgeschlossen.
Heimischer Raps wird in drei- bis vierjährigen Fruchtfolgen
nachhaltig produziert. Wenn es um die Düngung von Raps geht, kommt
High-Tech zum Einsatz. Die Bemessung der Düngergaben erfolgt nach den
Ergebnissen von Bodenuntersuchungen oder Pflanzenanalysen.
Pflanzenschutzmaßnahmen werden nicht pauschal durchgeführt, sondern
richten sich nach dem Prinzip der Schadensschwelle. Das bedeutet,
Unkraut darf beispielsweise wachsen, bis der Schaden, den es
anrichtet, den Rapsertrag wirtschaftlich beeinträchtigt. Aber auch
eine gewisse Menge an Unkraut kann einen Nutzen für den Landwirt
haben. So gibt es eine ganze Reihe von Nützlingen, die sich im
Unkraut wohl fühlen und von dort aus Pflanzenschädlingen "auf den
Pelz" rücken.
Der Anbau von Raps in einer Fruchtfolge mit anderen Pflanzen hat
für die nachfolgenden Kulturen erhebliche Vorteile, denn Raps
hinterlässt einen Boden mit hohem Vorfruchtwert. 11 Monate wächst der
Winterraps von der Aussaat bis zur Ernte. Selbst nach der Ernte
verbleibt noch ein Teil des Strohs auf den Feldern, was die
Bodenabtragung minimiert und zugleich dem Humusaufbau dient. Im
Winter sind es vor allem die Wurzeln des Rapses, die die Erosion des
Bodens verhindern. Gleichzeitig verbessern sie die Bodenstruktur.
Denn der Raps bildet sehr lange Pfahlwurzeln aus, die tief in den
Boden reichen, ihn auflockern und durchlüften. Der Fachmann spricht
von Bodengare. Die ist im Fall von Raps so gut, dass der Pflug in der
Scheune bleiben kann. Den Landwirt und die Folgepflanzen freut's. Wie
man am Ertrag erkennt. Er fällt bis zu 10 Prozent höher aus.
Der Anbau von Raps nähert sich mit 1,5 Mio. Hektar in Deutschland
bald einer natürlichen Anbaugrenze. Experten gehen für das Jahr 2010
von 1,8 Mio. Hektar aus, die unter Berücksichtigung der
Fruchtfolgeansprüche wirtschaftlich erfolgreich und nachhaltig mit
Brassica napus, so sein botanischer Name, bewirtschaftet werden
können.
Originaltext: UFOP e.V.
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